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Franz West

Über den Künstler

Der 1947 in Wien geborene und 2012 verstorbene Franz West gilt als einer der erfolgreichsten, österreichischen Vertretern in der internationalen Kunstwelt. Ausgangspunkt dafür war ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Bruno Gironcoli und ein späterer Lehraustrag an der Städelschule in Frankfurt. 2011 wurde er auf der Biennale di Venezia für sein Lebenswerk mit dem Goldenen Löwen geehrt.

Franz Wests Werk ist grundsätzlich partizipativ angelegt, es sucht den Dialog mit den Rezipienten. Der Künstler versteht sämtliche seiner Schöpfungen als Angebote zur Interaktion. Seit den 1970er Jahren entwickelte er mit seinen Objekten und Skulpturen eine sehr spezifische Position. Traditionelle formale Regeln wurden von ihm angezweifelt und ein Kunstbegriff wird entwickelt, der die strikte Trennung von Kunst-Objekt und Betrachter, sowie Benutzbarkeit aufhebt. Ein wesentlicher Aspekt seiner Arbeit ist der Umgang mit dem Material. Ob bei den Collagen und Plakaten, die immer deutliche Arbeitsspuren zeigen, oder bei Skulpturen und Objekten aus Metall, wie es die Privatlampen sind, die Bearbeitung ist immer sichtbar, nichts ist glatt und perfekt und sie bekommen so einen beiläufigen, oft auch experimentellen Charakter.

„Ich wollte mir eine andere Umgebung schaffen. So kam ich vom Zweidimensionalen zum Dreidimensionalen. Als vierte Dimension habe ich mir eine Welt vorgestellt, in der man nicht allein Darstellung ist, sondern in der man leben kann. Das wäre für mich die vierte Dimension. Ein dreidimensionaler Raum, in dem ich dann bin oder ein anderer ist und in dem ich einem anderen begegne.“