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Franz West

Über den Künstler

Der am 16. Februar 1947 geborene Franz West zählte zu den bedeutendsten zeitgenössischen bildenden Künstlern Österreichs. Er entwickelte seit den 1970er Jahren mit seinen Objekten und Skulpturen eine sehr spezifische Kunst. Traditionelle formale Regeln wurden von ihm angezweifelt und ein Kunstbegriff erschaffen, der die strikte Trennung von Kunst-Objekt und Betrachter/Benutzbarkeit aufhebt. So wurden seine „Passstücke“ erst durch die Verbindung mit einer Aktion zum Kunstwerk; deswegen ist zum Beispiel eine Liege erst mit auflegen eines Besuchers komplett. Ein wesentlicher Aspekt seiner Arbeit ist der Umgang mit dem Material. Ob bei den Collagen und Plakaten, die immer deutliche Arbeitsspuren zeigen, oder bei Skulpturen und Objekten aus Pappmaché oder Metall, die Bearbeitung ist immer sichtbar, nichts ist glatt und perfekt und sie bekommen so einen beiläufigen und oft auch experimentellen Charakter.

„Ich wollte mir eine andere Umgebung schaffen. So kam ich vom Zweidimensionalen zum Dreidimensionalen. Als vierte Dimension habe ich mir eine Welt vorgestellt, in der man nicht allein Darstellung ist, sondern in der man leben kann. Das wäre für mich die vierte Dimension. Ein dreidimensionaler Raum, in dem ich dann bin oder ein anderer ist und in dem ich einem anderen begegne.“