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Markus Prachensky

Über den Künstler

Der 1932 in Innsbruck geborene Künstler Markus Prachensky gilt als eine der führenden Persönlichkeiten der österreichischen Avantgarde. Anfangs streng geometrisch und von Piet Mondrian beeinflusst, entwickelt Prachensky ab 1956 seine typische Bildsprache. In diesem Jahr gründet er gemeinsam mit Wolfgang Hollegha, Josef Mikl und Arnulf Rainer die Künstlergruppe “St. Stephan”, deren Hauptförderer der bekannte Kunsthistoriker Monsignore Otto Mauer ist. Wenig später, im Jahr 1959, kommt es im Theater am Fleischmarkt in Wien zu einer ersten Vorführung der “Peinture liquide”, bei der Prachensky mehrere hundert Liter roter Farbe über eine aufrechte Wand gießt. Entsprechend der formalen Expression, setzt der Künstler jahrelang nur ein vehementes, zur Auseinandersetzung zwingendes Rot ein. Später erweitert er die Malpalette um die Farben Grün, Violett, Schwarzbraun und Gelb. Grundelemente vieler seiner Bilder sind dabei aufrechte Balken mit quer darübergelegten Farbschichtungen.

In den Serien seines Spätwerkes ab Mitte der 1990er-Jahre kehrt Prachensky wieder verstärkt zum alles dominierenden Rot zurück, wobei die Werke durch einen stark dynamischen Farbauftrag mit explosionsartigen Farbspritzern gekennzeichnet sind. Prachensky schafft zyklische Bildfolgen, die er zunächst nach den Entstehungsorten benennt, später dann nach Orten, mit denen ihn eine Erinnerung verbindet. Zahlreiche Arbeitsaufenthalte und Ausstellungen im In- und Ausland bringen Prachensky internationale Anerkennung, von 1983 bis 2000 ist er Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien.