Drago Prelog

Biographie

Drago Julius Prelog (4. November 1939 in CeljeJugoslawien; † 11. März 2020 in Wien) war ein slowenisch-österreichischer Maler und Grafiker. Er lebte und arbeitete in Wien.

Karl Julius Prelog wuchs in der Obersteiermark auf. Pflichtschulbesuch in Markt Haus und Schladming. Von 1954 bis 1958 besuchte Drago Prelog die Kunstgewerbeschule Graz Abteilung für dekorative Malerei bei Otto Brunner. Seit 1958 nannte er sich Drago Julius Prelog. Von 1958 bis 1962 studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Albert Paris Gütersloh.1960 fertigte er seine erste skripturale Arbeit. 1967 erhielt Drago Julius Prelog den Förderungspreis der Theodor-Körner-Stiftung und 1969 einen Preis der Neuen Galerie Graz.

In den Jahren 1969 bis 1979 war er Lehrbeauftragter für Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Von 1974 bis 1997 auch Lehrauftrag für "Schrift und Schriftgestaltung" an der Akademie. 1968 Teilnahme an der Biennale Venedig. Es folgte der Kunstpreis des Landes Steiermark und 1972 eine große Retrospektive im dortigen Landesmuseum Joanneum (jetzt Universalmuseum Joanneum). Am 18. Mai 1977 malte Prelog sein erstes Umlaufbild. 1982 stellte er eine große Retrospektive seines Werkes im Künstlerhaus Salzburg aus. Seither folgten mehrere hundert Ausstellungen im In- und Ausland.

Bekannt wurde Prelog für eine selbst entwickelte Gestaltungstechnik, der sogenannten „Prelographie“. Die Prelografie ist eine vor allem im druckgrafischen Bereich einsetzbare Vervielfältigungstechnik. Mit Hilfe von Lochschablonen, über welche mit Langspachteln steife Acrylfarbe gezogen wird, entsteht eine haptisch erfahrbare, schuppenartige Musterung. Die Prelografie läßt sich gut mit anderen druckgrafischen Techniken, wie Lithografie, Offset, Radierung, Chine-collé, Holz-Linolschnitt, Siebdruck (auch eine Schablonentechnik) kombinieren.